Change City // Videospiel

Beschreibung

Zwei Punkt Null-Spielentwicklung trifft auf gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Mediales Neuland, das wir inhaltlich und kreativ betreten haben - passend zum aktuellen Zeitgeschehen.

  • Konzeption

  • Musik- & Sounddesign

  • Filmische Dokumentation

„Pa-parti-parizipatives Design! Party was?“

Anfangs ging „partizipatives Design“ das dem ein oder anderen Projektteilnehmer nicht allzu leicht über die Lippen. Doch im Rahmen der einjährigen Kooperation, die aus den Initiatoren „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage (Landeskoordination BaWü)“ und Landeskriminalamt Baden- Württemberg, den Game Designern „Kastanie eins“, dem Theaterpädagogen Boris Alexej und uns bestand, sollte sich das ändern.

Die Idee hinter „Change City“ ist schnell erklärt. Jugendliche verbringen in der digitalen Welt mehr Zeit denn je zuvor vor Computern, Tablets und Smartphones. Ob das nun gut ist oder nicht, sei mal dahingestellt. Fakt ist aber, dass die Jugendlichen diese Möglichkeiten haben. Und genau an dieser Stelle kommt „Change City“ ins Spiel.
Das „Social Game“, das vor allem die Zielgruppe im Alter von 12 bis 16 Jahre ansprechen soll, findet außer für inhaltliche Fragestellungen auch auf potentielle Spielsucht Antworten. Im Spiel fest verankert sind z.B. echtzeitabhängige Missionen, die nach einer gewissen Geduld verlangen, um gelöst werden zu können.

Inhaltlich werden Themen wie gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Mobbing und Diskriminierung behandelt, aufgeklärt und Lösungen für Probleme dieser Art vom Spieler gefordert. Zielsetzung war, inhaltliche Dichte mit Spielspaß zu verknüpfen. Und hier kommt das „partizipative Design“ zum Tragen. Mit einem „Rat der Alten“ wird man viel überlegen und konzeptionieren können, und trotzdem wird man nicht zu 100 Prozent die Denkweise der Zielgruppe verstehen. Deshalb haben wir unsere langjährigen Workshop-Teilnehmer mobilisiert und zwei Tage lang mit ihnen diskutiert, kreiert und gebastelt. So gewannen alle Projektpartner ein authentisches Bild von Sichtweisen, Einstellungen und Problemen der Jugendlichen. Diese Informationen waren entscheidend, um das Spiel auch wirklich interessant zu gestalten.

Wir waren in mehreren Bereichen der Spielentwicklung tätig: Konzeptionell und inhaltlich gestalteten wir mit, kümmerten uns um Musik- und Sounddesign und begleiteten das Unterfangen ein knappes Jahr mit der Kamera für ein „Making of“. Und inzwischen klappt es auch ganz gut mit der stotterfreien Aussprache... !